JUGEND

 

Für die Jugend zur arbeiten - Unsere Pflicht

 

 An die Jugend zu glauben - Unser Bekenntnis

 

Der langjährige Jugendleiter und Ehrenmitglied des FC Weinsheim, Hans Schmitt, hat einmal gesagt: "Wenn ein Fußballverein keine Jugendarbeit macht, sollte er am besten seinen Laden zumachen". Ja, Jugendarbeit ist sehr wichtig und das wurde auch beim FC Weinsheim immer so gesehen, schließlich war es eine A-Jugend, die 1953 als Gründermannschaft beim Fußballverband gemeldet wurde und sehr erfolgreich am geregelten Spielbetrieb teilnahm.

 

 

Als sich Anfang des Jahres 1963 der FC Weinsheim wiedergründete, waren wir Jugendliche begeistert. Fußballspielen war auch unser liebstes Freizeitvergnügen. Während unserer Schulzeit in der Einklassigen Volksschule in Weinsheim wurde in den Pausen und in den Sportstunden überwiegend Fußball gespielt. Dies sehr zum Leidwesen der Mädchen, die entweder mitspielten oder sich anderweitig mit sich selbst beschäftigen mussten. In den Pausen spielten wir auf dem Schulhof. In den Sportstunden marschierten wir auf eine Wiese "Auf den Hecken", wo aus Fichtenstangen zwei Tore errichtet waren. Hier spielten wir gelegentlich auch gegen andere Schulen. Im Sommer 1963 trugen wir einige Freundschaftsspiele aus. Bevorzugte Gegner waren die Jugendlichen aus Schwirzheim und Olzheim. Nachdem wir gegen Schwirzheim zweimal unentschieden gespielt hatten, konnten wir das dritte Spiel mit 3:2 gewinnen. Erstmals spielte in diesem Spiel Reini Balitzki mit, der auch gleich alle drei Tore für unsere Mannschaft erzielte. Es stellte sich bald heraus, dass wir nicht genügend Spieler für eine A-Jugend hatten. Jugendliche aus Gondelsheim und Schwirzheim wurden in unsere Mannschaft aufgenommen. Regelmäßig dabei waren Werner Eich, Günther Geister, Peter Reichertz, Werner Lorsy und Dieter Herlach. Aus Weinsheim spielten Werner Serwas, Willi Klasen, Georg Schmitz, Joachim Rach, Richard Meyer, Ewald Ballmann, Hans-Dieter Hepp und Reini Balitzki. Wir waren darauf angewiesen, dass auch jüngere mitspielten. So wurden Manfred Meyer, Heinz Johanns, Klemens Johanns und Werner Gansen eingesetzt.

 
 

Dem ersten Punktspiel fieberten wir alle entgegen. Unter der Leitung des Schiedsrichterneulings Heinrich Spoo (Koster) aus Wallersheim verloren wir 12:0. In schlechter Erinnerung bleibt dieses Spiel nicht nur wegen des Ergebnisses, sondern auch, weil nach Spielschluss niemand da war, um uns nach Hause zu befördern. Nach etlichen Telefongesprächen, die wir aus dem Vereinslokal führten, kamen einige Väter uns nach Stunden des Wartens abholen. Die ersten zwei Spielzeiten verliefen wenig erfolgreich. Erst im dritten Jahr gelang es uns, in unserer Gruppe den Staffelsieg zu erringen. Dazu verhalfen uns auch einige Spieler, die von auswärts zu unserer Mannschaft gestoßen waren. So kamen Werner Faber aus Roth/Gerolstein, Jakob Rinken aus Neuendorf und Werner Dahmen aus Weinsfeld jeden Sonntag mit dem Fahrrad nach Weinsheim, um Fußball zu spielen. Umkleidekabine war dabei für die auswärtigen Spieler das Badezimmer von Hossen. Im Halbfinale um die Kreismeisterschaft verloren wir gegen Birresborn auf neutralem Platz in Prüm mit 8:0. Den damals besten Jugendmannschaften im Kreise Prüm waren wir unterlegen. Wir trainierten nicht regelmäßig und die Betreuung durch den jeweiligen Jugendleiter ließ sehr zu wünschen übrig. Auf der jährlich stattfindenden Generalversammlung wurde jeweils ein Jugendleiter gewählt, den wir im Laufe der Saison aber nicht oft zu sehen bekamen. So waren wir Jugendliche meistens auf uns alleine gestellt und organisierten den Spielbetrieb in eigener Regie. Die Spielpraxis trug jedoch auch Früchte. Nach dem Wechsel in den Seniorenbereich schafften R. Balitzki, G. Geister und R. Meyer den Sprung als Stammspieler in die 1. Mannschaft.

 
 

Ein wichtiger Schritt, nicht nur im Senioren-, sondern auch im Jugendbereich war 1971 die Fusion mit dem TTC Schwirzheim zu einer Spiel- und Jugendspielgemeinschaft. Hiermit legten beide Vereine den Grundstein für spätere sportliche Erfolge. Hans Schmitt übernahm in diesem Jahr, nachdem er schon einige Jahre eine Jugendmannschaft betreut hatte, das Amt des Jugendleiters, das er dann bis 1984 bekleidete. Er und Anton Mölter vom TTC Schwirzheim haben großen Anteil an der hervorragenden und erfolgreichen Jugendarbeit in den 70iger und 80iger Jahren.

 
 

1973 nahmen bereits 4 Mannschaften, es waren eine B-, C-, D- und E-Jugend, am Jugendspielbetrieb teil. Die ersten Früchte dieser wichtigen Jugendarbeit ernteten die Seniorenmannschaften der SG Weinsheim/Schwirzheim bereits 1974, als die inzwischen überalterte 1. Mannschaft von eigenen Jugendspielern verstärkt wurde. Durch das ständige Nachrücken junger Spieler wurde die Seniorenmannschaften immer stärker. Mit dem Aufstieg in die A-Klasse (1979) oder in die Bezirksliga (1982) und sogar in die Landesliga (1987) erreichte die 1. Mannschaft ein Ziel, von dem andere Vereine dieser Größenordnung nur träumen. Voraussetzung für einen solchen großen sportlichen Erfolg einer Seniorenmannschaft ist eben eine hervorragende Jugendarbeit.

 
 

Diese Erfolge beflügelten die Verantwortlichen aus Weinsheim und Schwirzheim und gaben ihnen Ansporn und Motivation sich immer mehr für die Jugend zu engagieren. Aber wer glaubt das Jugendarbeit ein Selbstläufer wird, der irrt gewaltig. Nur wer die auftretenden Probleme am besten löst und mit Weitsicht den Jugendspielbetrieb regelt, kann letztlich auch Erfolg haben. Mit dem Ziel vor Augen, in jeder Jugendklasse mit mindestens einer Mannschaft zu spielen, kam es 1986 zur Gründung der JSG Weinsheim/Schwirzheim/Olzheim. Das dieser Schritt richtig war, beweist die noch heute gute Zusammenarbeit innerhalb der JSG und ist sicherlich auch ein Grund dafür, dass einige Jahre später die Fusion auf den Seniorenbereich ausgedehnt wurde. Anfang 1992 traten die Vereinsvertreter der Vereine Wallersheim und Rommersheim an uns heran, um mit der JSG Weinsheim/Schwirzheim/Olzheim eine größere Spielgemeinschaft zu gründen. Diese große JSG war in den 90iger Jahren eine der erfolgreichsten im Fußballkreis Eifel. Fast jedes Jahr trug sich mindestens eine Jugendmannschaft in die Siegerlisten der Staffelsieger, Kreismeister oder Landratspokalsieger ein. Schade, dass diese erfolgreiche Zusammenarbeit nur 7 Jahre währte, aber die Vereinsvertreter aus Wallersheim und Rommersheim (und nicht die Jugendbetreuer oder Jugendleiter), wollten in Zukunft mit dem SV, bzw. FC Prüm zusammenarbeiten. Das Auseinanderbrechen der großen JSG brachte uns vor allem im C-Jugendbereich große Probleme, denn nur 5 Spieler blieben in dieser Altersklasse der JSG W/S/O übrig. Durch Reaktivierung zweier Spieler und zwei Jungs die per Gastspielerlaubnis aus Wallersheim zu uns kamen, gelang es uns schließlich mit einer 7er Mannschaft am Spielbetrieb teilzunehmen und sogar Vizemeister im Fußballkreis Eifel zu werden. A- und B- Jugend wurden, allerdings nur für eine Saison, zusammengefasst, denn bereits vor der Spielzeit 2000/2001 wurde die JSG Weinsheim/Schwirzheim/Olzheim/Rommersheim/Wallersheim/Prüm gegründet und auf Anhieb wurde die neugegründetet A-Jugend Kreismeister.

 
 

Überkreislicher Jugendfußball

 
 

Die C-Jugend der JSG Rommersheim/Wallersheim/Prüm wurde 2001 Kreismeister und qualifizierte sich damit für die C-Jugend Bezirksliga. Das alleine wäre sicherlich nicht erwähnenswert, wenn nicht auch für uns dieses Ereignis von entscheidender Bedeutung gewesen wäre. Um aber in der Bezirksliga nicht ganz und gar unterzugehen, baten uns unsere Nachbarvereine, die Fusion, die ja schon im A- und B-Jugendbereich bestand, auf die C-Jugend auszudehnen. Die positive Entscheidung war ebenso schwierig wie umstritten, aber wie ich meine, im nachhinein richtig. Überdies qualifizierte sich auch die B-Jugend nach 2 gewonnenen Entscheidungsspielen für die Landesliga. Leider musste die B-Jugend, die von Peter Lichter und Johannes Piel trainiert wurde, nach einer Saison als fünftletzter wieder absteigen. Aber die neugegründete C-Jugend, von Hardy Girten und Horst Meyers betreut, belegte im ersten Bezirksligajahr einen hervorragenden 5. Tabellenplatz und konnte in der abgelaufenen Saison 2002/2003 diesen Erfolg wiederholen.

 
 
Es ist schon seit Jahren zu beobachten, dass  
 

- die Jungs, die mit dem schönen Hobby Fußball beginnen, immer jünger werden und so haben auch wir in unserer JSG seit 2 Jahren eine Bambini-Mannschaft, in der die Knirpse unter 6 Jahren in der sogenannten "Pampers-Liga" kicken.

 
 

- der Weg von der eben erwähnten Bambini-Mannschaft bis in den Seniorenbereich ist sehr lang und auch verlustreich. Wir haben z. B. zur Zeit drei E-Jugend Mannschaften mit insgesamt ca. 20 Spielern, von denen aber erfahrungsgemäß nur noch 5 oder 6 auch noch Fußballspielen, wenn sie mit 18 oder 19 Jahren in den Seniorenbereich kommen.

 
 
Die größten Erfolge  
 

Erfolge im Jugendfußball sind wohl auf den ersten Blick die Meistertitel und Pokalsiege, die im Laufe der letzten Jahre errungen wurden. Erfolg im Jugendfußball ist aber auch, den jungen Spielern eine gute fußballerische Ausbildung zu geben, mit dem Ziel, dass möglichst viele A-Jugendspieler in die 1. Mannschaft wechseln, wie es bei FC Weinsheim in den vergangenen 40 Jahren immer der Fall war.

 
 

Eine der besten A-Jugendmannschaften, die wir in unserer JSG je hatten, waren die Kreismeister von 1994/95. Noch heute sind viele von diesen Jungs in unseren oder anderen Seniorenmannschaften aktiv.

 
 

1995 war ein sehr erfolgreiches Jahr für die JSG Weinsheim/S/O/W/R, denn neben dem Gewinn der A-Jugend-Kreismeisterschaft stand die JSG mit drei Mannschaften im Landratspokalfinale. Während die F- und C-Jugend "nur" zweiter Sieger wurde, konnte die E-Jugend, die von Cornel Elsen und Johannes Piel betreut wurde, 10:2 gegen Speicher den Landratspokal und eine Woche später auch noch den Supercup gewinnen. Die selbe Mannschaft wurde 1996 souverän Kreismeister und besiegte im Endspiel Alsdorf mit 8:0.

 
 
Ich möchte Erfolg im Jugendfußball wie folgt definieren:  
 

- jeden Jungen oder Mädchen die Möglichkeit zu schaffen in unserem Verein Fußball zu spielen

 
 

- den Kindern und Jugendlichen neben den sportlichen Fähigkeiten auch Teamgeist und Kameradschaft zu vermitteln

 
 

- auch außerhalb des Spielfeldes mit den Jugendmannschaften Aktivitäten, wie z. B. Zelt- oder Trainingslager, Grillabende oder Fahrten zu Bundesligaspielen durchzuführen.

 

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